Ravensburg
Arbeitskreis Familienfreundliches Ravensburg
Gründung
Der Arbeitskreis "Familienfreundliches Ravensburg" ist aus dem "Lokale Agenda 21"-Prozess in Ravensburg hervorgegangen und wurde im November 1999 von Ravensburger Bürgern und Bürgerinnen gegründet. Im März 2001 führte die Stadt Ravensburg gemeinsam mit dem Arbeitskreis "Familienfreundliches Ravensburg" eine Zukunftswerkstatt durch. Mit Vertretern und Vertreterinnen von Kindergärten, Schulen, Elterninitiativen, Kirchen, Beratungsstellen, Wohlfahrtsverbänden und Stadträten ermittelte der Arbeitskreis den Ist-Zustand und daraus folgende Handlungsbedarfe. Außerdem wurde gemeinsam eine Vision entwickelt, wie Ravensburg im Jahr 2020 aussehen soll. Der Initiative Lokale Bündnisse für Familie schloss sich der Arbeitskreis im Februar 2005 an.
Ziel
Der Arbeitskreis "Familienfreundliches Ravensburg" hat es sich zum Ziel gesetzt, die Stadt Ravensburg in allen familienpolitisch relevanten Themen zu beraten und zu begleiten. Schwerpunktthemen sind dabei die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Verbesserung der Kinderbetreuung und die Schaffung einer familienfreundlicheren und damit bezahlbaren Wohnsituation in Ravensburg. Ganz oben auf der Agenda des Arbeitskreises steht derzeit das Thema "Familie und Armut".
Umsetzung
Der Arbeitskreis wird die Auswirkungen, die die Armut auf Kinder hat, herausarbeiten und Vorschläge unterbreiten, wie die Situation für Kinder in Ravensburg verbessert werden kann. Gemeinsam mit der Stadt Ravensburg erstellte der Arbeitskreis in den letzen Jahren einen „Familienlotsen", in dem Angebote, Tipps, Ansprechpartner und Hilfen für junge Familien mit Kindern bis sechs Jahren in Ravensburg gebündelt werden. Im Rahmen der Kindergartenplanung 2004 regte der Arbeitskreis an, dass sich Kindergärten schon für Kinder unter drei Jahren öffnen sollten: Fünf Kindergärten in Ravensburg griffen diese Idee auf. Im Vorfeld der Kommunalwahlen 2004 veranstaltete der Arbeitskreis Gesprächsrunden mit den jeweiligen Fraktionen, um mit diesen über ihre familienpolitischen Programme für die nächste Legislaturperiode zu diskutieren.
In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung ist die Ravensburger Familienkarte entstanden, die Familien Vergünstigungen in verschiedensten Bereichen bietet. So können Familien z. B. an den Familientagen das Flappachbad kostenlos besuchen. Darüber hinaus werden Familien in Ravensburg mit vielfältigen Aktivitäten unterstützt: Dazu gehören u. a. der Ausbau flexibler Kinderbetreuungsangebote sowie ergänzende Projekte im Bereich „Bewegung, Musik und Sprache“, die Einrichtung eines Familientreffs sowie die städtische Familienförderung mit kostenlosem Eintritt für Kinder in der Flappachbad, das Hallenbad und die Eislaufhalle sowie mit vergünstigten Eintritten zu kulturellen Veranstaltungen der Stadt. Zu unterschiedlichsten Themen werden zudem quartiersbezogene Arbeitskreise eingerichtet. Als weitere Maßnahme ist angedacht, einen symbolischen Anerkennungspreis für familienfreundliche Betriebe anzuregen. Zudem sollen weitere Aktionen zum Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf" entwickelt und durchgeführt werden.
Wer ist dabei?
- Stadt Ravensburg, Fachbereich Soziales
- Stadträtin der Grünen
- Caritas Ravensburg
- Verband allein erziehender Mütter und Väter e. V.
- Verein zur Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Teilleistungsschwächen e. V.
- Städtischer Kindergarten
- Deutscher Hausfrauenbund, Ortsverband Ravensburg
- Elternbeirätinnen und -räte der Kindergärten
- Themenbezogene Mitarbeiter/innen bzw. Kooperationspartner