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Kinderbetreuung: DIHK-Präsident fordert schnelleren Ausbau in den Kommunen

Die Kommunen sollten am geplanten Kita-Ausbau des Bundes festhalten und diesen schneller vorantreiben, so der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Hans Heinrich Driftmann, in einem Interview.

Berlin, 11. Januar 2010 - Ziel des Bundesfamilienministeriums ist es, durch die Bereitstellung von Mitteln bis zum Jahr 2013 für jedes dritte Kind unter drei Jahren einen Betreuungsplatz zu schaffen. Nachdem der Deutsche Städte- und Gemeindebund vor kurzem erklärte, der ab 2013 geltende Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz könne aufgrund fehlender Gelder nicht erfüllt werden, äußerte sich jetzt der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Hans Heinrich Driftmann.

In einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung fordert er ein Festhalten an den Zielen des Bundes: „Ich finde, dass wir die 750.000er Marke erst einmal anpeilen sollten, statt immer neue Bedenken vorzubringen“. Der Wirtschaft ginge es laut dem DIHK-Präsidenten darum, dass der Kita-Ausbau schneller vorangeht. Immerhin stünden für das Programm bereits 12 Milliarden Euro zur Verfügung, so Driftmann.

Die Lokalen Bündnisse für Familie sind Schlüsselakteure, um den Kita-Ausbau in den Kommunen voranzutreiben und die angepeilte Zielmarke zu erreichen. Ihr Ziel ist es, mit kreativen Ideen und gemeinsamen Engagement die Situation in den Städten, Gemeinden und Kreisen zu verbessern. Vielerorts haben die Bündnispartner bereits grundlegende Strukturen geschaffen, auf denen der Ausbau der Kinderbetreuung aufbauen kann. So zum Beispiel indem sie bestehende Angebote gebündelt und die Aktiven miteinander vernetzt haben. In vielen Kommunen sitzen auf Initiative der Bündnispartner bereits alle wichtigen Akteure an einem Tisch. Die hohe Beteiligung der Wirtschaft an den Projekten – rund 5000 Unternehmen engagieren sich als Partner in den Bündnissen – bestätigt den konkreten ökonomischen Nutzen der Arbeit in den Bündnissen.
 



 

 
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